Neue Herausforderungen für die globale Lebensmittelversorgung: Deutschland verstärkt Engagement
Berlin – Die weltweite Lebensmittelversorgung steht unter Druck: Hungersnöte drohen durch Kriege, Klimawandel und Lieferkettenstörungen. Deutschland positioniert sich als globaler Akteur und investiert massiv, um Krisen abzufedern.
Im Jahr 2022 pumpten das BMZ und andere Ministerien rund 5 Milliarden Euro in Maßnahmen zur Ernährungssicherheit – eine Rekordsumme, ausgelöst durch Russlands Krieg gegen die Ukraine, der Getreideexporte lahmlegt. Bundeskanzler Olaf Scholz ist Champion der UN-Gruppe GCRG für Food, Energy und Finance. Unter der G7-Präsidentschaft 2022 initiierte Deutschland die Global Alliance for Food Security (GAFS), um koordinierte Hilfen zu bündeln.
Das BMZ verdoppelt Einsätze: Jährlich fließen 2 Milliarden Euro in ländliche Entwicklung und nachhaltige Agrarsysteme. Die Sonderinitiative „ONE WORLD – No Hunger“ transformiert seit 2014 Landwirtschaft in 16 Partnerländern via Grüne Innovationszentren, die Kleinbauern stärken und Jobs schaffen. 2023 stellte das BMEL 44 Millionen Euro für FAO-Kooperationen bereit, inklusive Schulmahlzeitenprogramme für lokale Produktion.
Trotz Erfolge warnen Experten: Zwei Milliarden Menschen sind von Unterernährung bedroht. Deutschland fordert resilientere Systeme – von nachhaltiger Düngemittelnproduktion bis klimafester Anbaumethoden. Die UN Food Systems Summit Follow-up unterstützt nationale Transformationspfade.
In den USA dominieren Riesen wie Sysco (68 Mrd. Umsatz) die Großhandelversorgung, doch globale Kettenrisiken machen Diversifikation essenziell. Deutschland setzt auf Partnerschaften im Globalen Süden, um Preisschocks zu mildern.
Die EU diskutiert nun strengere Vorgaben für nachhaltige Lieferketten. Experten loben Berlins Führung: „Wir sichern das Recht auf ausreichende Nahrung“, betont das BMZ. Doch ohne internationale Einheit droht eine neue Hungerwelle.
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